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Wann sich Immobilieninvestments lohnen
28.01.2019 19:15

Wann sich Immobilieninvestments lohnen

Weil die Zinsen für Kapitalanlagen zurzeit im Keller sind, setzen viele Sparer auf „Betongold“ und investieren in Vermietungsimmobilien. Wegen der hohen Nachfrage sind geeignete Objekte zurzeit jedoch knapp. Faustregel: Der Kaufpreis einer Immobilie sollte die fünfzehnfache Jahreskaltmiete nicht übersteigen.

Am leichtesten vermieten lassen sich Wohnungen in wirtschaftlich florierenden Gegenden mit finanzkräftigen Interessenten. Das gilt vor allem für größere Städte mit guter Arbeitsmarktlage. Als Geldanlage lohnen sich vor allem moderne Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen, die für Singles, Paare und kleine Familien gleichermaßen geeignet sind. Schnitt und Lage der Wohnung sollten attraktiv sein, der Energiebedarf den aktuellen Standards entsprechen. Vor dem Kauf unbedingt durch einen Fachmann prüfen lassen, welche Sanierungsmaßnahmen zu welchen Kosten in den nächsten Jahren anstehen. Zu kleine Appartements sind als Renditebringer weniger empfehlenswert: Die Klientel für Billigwohnungen ist nicht immer zuverlässig, entsprechend häufig ist mit verwaltungsaufwändigem Mieterwechsel zu rechnen. Auch sehr große Wohnungen taugen weniger als Renditeobjekte, weil sich oft keine angemessenen Quadratmetermieten erzielen lassen: Wer sich heute eine große Wohnung zur Miete leisten kann, ist eher selbst am Kauf von Wohneigentum interessiert.

Nur selten rechnen sich übrigens die Anlagemodelle, die von Bauträgergesellschaften in Hochglanzprospekten angeboten werden. Häufig übersteigen hier die Verkaufspreise den ortsüblichen Rahmen. Außerdem ist mit hohen laufenden Verwaltungskosten zu rechnen, weil Vermieteraufgaben an teure Hausverwalter übertragen werden. Und wenn der Verkäufer mit Steuerspar-Argumenten überzeugen will, ist besondere Vorsicht geboten: Die Musterfinanzierungen auf Hochglanzpapier sind oft unrealistisch und schöngerechnet, die zu hoch geschätzten Mieteinkünfte lassen sich dann später gar nicht erwirtschaften.

(Quelle: Promakler Media (FT) / Bild: palmettophoto1@pixabay)

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